Schlafstörungen und Lichttherapie
Ich leide unter Schlafstörungen
Die Schlafstörungen können sich folgendermaßen bemerkbar machen:
- Schlaflosigkeit, mehrmals pro Nacht
- Zu frühes Aufwachen, ohne die Möglichkeit seinen Schlaf wiederzufinden
- Zu spätes Aufwachen und Schwierigkeiten abends einzuschlafen:
die Schlafstörungen bringen Schläfrigkeit tagsüber mit sich, führen zu Reizbarkeit und schränken die Produktivität ein. Häufig hängen sie mit einer Verstellung unserer inneren biologischen Uhr zusammen.
Warum Lichttherapie?
Die
Lichttherapie wird als die wichtigste nicht medikamentöse Behandlung von Schlaflosigkeit angesehen.
Da das Licht der wichtigste Synchronisierer des 24-Stunden-Rhythmus ist, ermöglicht eine Bestrahlung durch ein sehr starkes Licht, den Tag-Nacht-Rhythmus zu regulieren und so Schlafmangel zu vermeiden, der systematisch die Aktivität beeinträchtigt.
Als Zusatz zur Lichttherapie, hier einige Hinweise, die helfen können:
- Regelmäßigkeit beim Zubettgehen und Aufwachen
- Körperliche Anstrengung nur morgens oder nachmittags, hingegen abends auf entspannende Maßnahmen zurückgreifen (z.B. lesen)
- Auf zu reichhaltiges Essen, Alkohol und andere Muntermacher abends verzichten (Kaffee, Tee, Vitamin C)
- Einen Mittagsschlaf machen, wenn er mit dem Lebensrhythmus übereinstimmt. Achtung, wenn er zu selten ist, sollte er nicht mehr als 10 Minuten betragen.
- Das Zimmer regelmäßig lüften und nicht überhitzen (ideale Temperatur: 18-20°)
Welche Lichttherapielampe muss ich wählen?
Alle unsere Geräte sind CE normiert (93/42/CEE Norm). Es handelt sich um Lampen, die spezifischen, medizinischen Normen entsprechen und eine perfekte Sicherheit garantieren, vor allem keine Absonderung von für die Haut gefährlicher, ultravioletter Strahlung.
Je nach Tätigkeit während der Anwendung, wähle ich die am besten geeignetste Lichttherapie-Lampe (z.B. Mesa oder Lucia oder Bright Spark zu Hause, Lumie Desk im Büro, Luminette bei viel Bewegung während der Lichttherapie).
Wie muss man die Lichttherapie-Lampe anwenden?
Die Anwendung ist abhängig von der Problematik:
- Ich schlafe früh ein und wache zu früh auf (tritt vor allem bei älteren Menschen auf):
In diesem Fall mache ich eine Sitzung von ½ Stunde gegen 17 Uhr.
In diesem Fall mache ich eine Sitzung von ½ Stunde gegen 17 Uhr.
- Ich schlafe spät ein und wache zu spät auf (diese Situation, Phasenverzögerung genannt, betrifft vor allem Menschen, die versetzte Arbeitszeiten, ein schlecht geregeltes soziales Leben oder eine starke Abhängigkeit von neuen Technologien haben, vor allem von Internet-Nutzung abends):
In diesem Fall mache ich eine Sitzung von ½ Stunde morgens nach dem Aufstehen.
- Wenn man ¼ Stunde jeden Tag aufholen möchte, befolge man folgenden Rat:
Zum Beispiel, wenn ich um 2 Uhr ins Bett gehe und um 10 Uhr erwache:
- Tag 1 bis 3: Lichttherapie ½ Stunde morgens um 10 Uhr
- Tag 4 bis 6: Lichttherapie ½ Stunde morgens um 9.45 Uhr
- Tag 7 bis 9: Lichttherapie ½ Stunde morgens um 9.30 Uhr etc.
- Ich leide unter Schlaflosigkeit mehrmals in der Nacht:
In diesem Fall mache ich eine Lichttherapie-Sitzung ½ Stunde morgens nach dem Aufstehen.
In jedem der 3 Fälle, stellt man die Lampe in Höhe des Gesichts auf, dabei ist es nicht nötig kontinuierlich ins Licht zu gucken. Man kann außerdem seiner gewohnter Tätigkeit nachgehen (frühstücken, lesen, schminken).
Der Abstand zwischen Lampe und Gesicht hängt von der gewünschten Anzahl an Lux ab (z.B. 30 min bei einer Lampe von 10000 Lux und 60 cm Abstand).
Der Lichtwecker als Zusatz
Um den Effekt der Lichttherapie zu verstärken, kann man den
Lichtwecker für ein stressloses Erwachen einsetzen. Er ermöglicht ebenfalls ein leichteres Einschlafen durch stetig abnehmende Lichtintensität.
Indem er morgens einen Sonnenaufgang und abends einen Sonnenuntergang simuliert, ermöglicht er eine bessere Regulierung der Melatoninabsonderung.
Konkret gesprochen, bringt dies morgens Dynamik mit sich und vermeidet ein zu brutales Erwachen und eine plötzliche Veränderung der Lichtintensität im Zimmer.
Jeder von uns hat schon mal folgende zwei Erfahrungen gemacht:
- Mit Sonnenlicht, das im Sommer morgens ins Zimmer scheint, aufzuwachen
- Plötzliches Erwachen vom Klingeln des Weckers in seinem Zimmer, in dem es noch völlig dunkel ist
Es ist nicht nötig, Sie zu überzeugen, dass der erste Fall der Angenehmere ist, das heißt ein stetiges Ansteigen der Lichtintensität. Dies ist genau das, was der Lichtwecker täglich simuliert.